Welthändehygienetag am 5. Mai

Dieser Tag macht uns erneut bewusst, dass Händehygiene wichtig ist – heute und an jedem anderen Tag.

Und das ist im Gesundheitswesen besonders wichtig, wo Händehygiene das Risiko reduziert, dass Patienten sich eine Infektion zuziehen und eine Sepsis entwickeln.
 
Das weltweite Motto des Welthändehygienetages in diesem Jahr lautet: „Es liegt in Ihren Händen – vermeiden Sie Sepsis im Gesundheitswesen“. Ausgegeben wurde es vom Privaten Aktionsbündnis für Patientensicherheit und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
 
Im Rahmen des Welthändehygienetages haben wir einen einfachen und einprägsamen Slogan in Form von drei Schritten entwickelt. Dies soll medizinische Fachkräfte bei der Reduzierung von Infektionen und Sepsis bei Patienten unterstützen.
 
Think hygiene. Act to prevent. Care for patients. Oder einfacher ausgedrückt: Denken. Handeln. Pflegen.
 
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Sepsisprävention

Sepsis, manchmal fälschlicherweise als Blutvergiftung bezeichnet, ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, hervorgerufen durch eine dysregulierte Reaktion des Körpers auf eine Infektion.1 Anders ausgedrückt, ist Sepsis die Komplikation einer bereits vorhandenen Infektion.
 
Jedes Jahr verursacht Sepsis durchschnittlich sechs Millionen Todesfälle weltweit – sie ist die häufigste infektionsbedingte Todesursache und tritt häufiger auf als Herzinfarkt. Tatsächlich spielt Sepsis bei einem Drittel aller Todesfälle im Krankenhaus eine Rolle.2,3,4
     
Daher ist Prävention ganz entscheidend zur Vermeidung von Sepsis und zur Eindämmung ihrer verheerenden Folgen. Sie können die folgenden vier Säulen als Grundlage zur Vermeidung von Sepsis bei Patienten nutzen:
 
Vorbeugung
Da Sepsis die Antwort des Körpers auf eine Infektion ist, muss in einem ersten Schritt sichergestellt werden, dass ein Patient eine Infektion erst gar nicht bekommt. Dies lässt sich durch sorgfältige Vorbeugung erzielen, z.B. durch ein angemessenes Management von Hauterkrankungen, sachgemäße Fußpflege, Anti-Dekubitus-Matratzen und Impfungen.
 
Infektionsbehandlung
Erkrankt ein Patient dennoch an einer Infektion, so muss diese streng überwacht und behandelt werden. Achten Sie darauf, dass Sie mit den für Sie geltenden Leitlinien zur antimikrobiellen Kontrolle vertraut sind und sie einhalten, damit die Erkrankung eines Patienten kein kritisches Stadium erreicht.
 
Händehygiene
Händehygiene ist von entscheidender Bedeutung, um zu vermeiden, dass es zu einer mikrobiellen Kreuzkontamination von medizinischen Fachkräften auf Patienten kommt. Wer das Tool „5 Momente der Händehygiene“ der WHO beachtet, kann Entscheidendes bewirken und zur richtigen Zeit die Hygienemaßnahmen durchführen.
 
Wundversorgung
Die richtige Wundversorgung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Sepsisprävention, da jede Verletzung der Haut eine Eintrittsschleuse für Bakterien und somit ursächlich für eine Infektion sein kann. Kontrollieren Sie Wunden stets auf Anzeichen einer Infektion und stellen Sie sicher, dass die Wunden zwischen den Verbandswechseln ordnungsgemäß gereinigt werden. 
 
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Denken. Handeln. Pflegen.

„Denken. Handeln. Pflegen.“  ... dies ist eine Reihe rasch durchzuführender täglicher Hygieneschritte, die mit zur Vermeidung von Sepsis im Gesundheitswesen beitragen sollen. Der Zweck besteht darin, einheitliche und strikte Maßnahmen für die Händehygiene zu etablieren und konsequent umzusetzen, die Infektionen und Sepsis bei den von Ihnen betreuten Patienten vermeiden.
 
Denken: Bevor Sie sich Ihrer täglichen Arbeit zuwenden, halten Sie bitte kurz inne und denken Sie an die Präventions-Leitlinien zur Händehygiene, die „5 Momente der WHO" zur Händehygiene und postoperativen Wundversorgung sowie an die Leitlinien zur antimikrobiellen Kontrolle Ihrer Einrichtung.
 
Handeln: Ergreifen Sie die notwendigen Maßnahmen zur strikten Einhaltung der Richtlinien, um das Risiko einer Infektion und Sepsis zu reduzieren: Achten Sie z. B. auf die hygienische Reinigung Ihrer Hände vor und nach der Versorgung eines Patienten, die enge Wundkontrolle bei Ihren Patienten bezüglich Infektionsanzeichen oder überprüfen Sie die Impfhistorie Ihrer Patienten.
 
Pflegen: Nach der angemessenen Intervention wenden Sie sich wieder der Pflege Ihrer Patienten in einem sicheren Umfeld zu.
Sprechen Sie darüber und nutzen Sie hierfür unsere Infografiken.
Literaturhinweise:

1 von 10

Patienten weltweit erkrankt an mindestens einer therapieassoziierten Infektion (HAI)*

5 bis 13 %

Der jährliche Anstieg von Sepsisfällen in den Industrieländern im letzten Jahrzehnt**